Löhne/Westfalen, Hamburg & Flensburg im April 2010


Diese Chronik, „Die Stadtgeschichte Knuffingens – das Leben eines malerischen Städtchens über mehrere Jahrhunderte“ widmen wir dem Miniatur Wunderland in Hamburg.

Es ist die Rede von einer fiktiven Dokumentation, die das Leben der Modellstadt Knuffingen im Miniatur Wunderland Hamburg erzählt und widerspiegeln soll. Die Geschichte ist dementsprechend frei erfunden, und Ähnlichkeiten/Gemeinsamkeiten zu realen Personen, Firmen oder anderen Zusammenhängen sind rein zufällig und unbeabsichtigt.

Eine Chronik von: Björn Homburg und Simon Wegert
Internetauftritt „Schloss Löwenstein“: Erhard Schulenburg

Die Chronik wurde in Zusammenarbeit mit dem Internetauftritt des (fiktiven) Schloss Löwenstein von Erhard Schulenburg erstellt.

© 2010




Einleitung:

Knuffingen, ein romantisches Städtchen am Alpenrand. Mit seinen knapp 32.000 Einwohnern, und seinen uralten Traditionen wie beispielsweise dem Alt Knuffinger Urbräu, welches noch bis in die heutige Zeit in alle Welt exportiert wird, hat sich diese Stadt einen Namen gemacht.

Knuffingen hat eine erstaunlich ereignisreiche Geschichte erlebt, welches für vergleichbare Städtchen eigentlich eher ungewöhnlich ist.
Wo wir heute das prächtige Schloss Löwenstein finden, fand sich am selben Ort im frühen Mittelalter (um 1089) ein kleines Franziskanerkloster, welches allerdings durch eine Revolte im Jahre 1381 völlig zerstört wurde. In der späten Renaissance, ca. frühes 16. Jahrhundert wurde das Kloster durch den italienischen und wohlhabenden Seidenkaufmann Piccolomini neu errichtet. Der Klan Piccolomini’s fühlte sich jedoch schon recht bald wieder in die Nähe Venedigs hingezogen, und überlies dem Franziskanerorden das prächtig entwickelte Kloster; welches auch die, noch heute bekannte, prächtige Gartenanlage hatte.

Durch die Renovierung des alt-mittelalterlichen Klosters von Bad Klosterberg weiter westlich der Gegend, zog es den Orden der Franziskaner letztendlich von der Gegend weg, und hinterließen das einst so prächtige Kloster und dessen prächtige Gartenanlage seinem Schicksal…



Die Gründung und der Aufbau, von 1716 – 1730:

Nun gut 100 Jahre später schreiben wir das Jahr 1716: Der Name „Knuffingen“ findet sich erstmals in der Geschichte. Woher der Name eigentlich stammt, weiß eigentlich niemand so ganz genau. Man sagt, dass der wohlhabenden Großherzog Frederik Löwenstein II, der eigentliche Gründer der Stadt, 2 Brüder als treue Weggefährten gehabt haben soll; wessen die Frau des einen Bruders angeblich immer liebevoll „Knuff“ genannt wurde. Ob die Stadt dadurch ihren Namen erhalten hat, weil der Großherzog seine Weggefährten dadurch belohnen wollte, ist allerdings eines der vielen unbestätigten Gerüchte der Geschichte. Nichts desto Trotz sollte Knuffingen ursprünglich nichts weiter als seine private kleine Residenz in den Bergen sein. Das imposante Schloss, welches der Großherzog auf der alten Klosterruine errichten lies, wurde, wie einst das Kloster, ein markanter Fleck in der Gegend; welches Reisende und Händler auf ihrer Durchreise schon von Weiten sehen konnten. Die Bauzeit des Schlosses betrug in etwa 8 Jahre, und die alte Gartenanlage wurde prächtig restauriert. Die Labyrinthe wurden allerdings erst während der Restauration angelegt, da die Mönche des ehemaligen Klosters an selbiger Stelle ihre Küchengärten hatten.

Gestaltet wurden die Gärten inmitten des barocken Zeitalters vom privat geförderten Architekten des Fürsten von Bad Klosterberg, Gregor Knuffmann (1692-1768), im Jahre 1720. Das Ergebnis, welches auch noch heute als wahres Wunder der barocken Landschaftsarchitektur gilt und viele Touristen aus aller Welt anlockt, wurde samt dem noch im Bau befindlichen Schloss, Mittelpunkt zwischen den Gemeinden Oberwassen und Bad Klosterberg. An diesen Mittelpunkt zog es auch die ländliche Bevölkerung, hauptsächlich aus der Gegend Bad Klosterbergs, welche sich möglichst nah am Schloss ansiedeln wollten. Auch wenn es gar nicht die ursprünglichen Pläne des Großherzogs waren, genoss er doch das Ansehen welches ihm die lokale Bevölkerung fortan gab – und er erwies sich als bemüht den immer wachsenden Ansprüchen der Bevölkerung gerecht zu werden. Bereits im Jahre 1721 wurde direkt neben dem Schlossberg ein Steinbruch etabliert, und zusammen mit dem Können der bäuerlichen Bevölkerung und den kräftigen Arbeitern des Großherzogs, wurde das Gestein systematisch zum Aufbau der Stadt abgebaut. Da das Gestein schwierig abzubauen war, tauften die Arbeiter den Steinbruch schon bald darauf als „Hartenstein“. Mit der Fertigstellung des prächtigen Schlosses im Jahre 1724, bekam der herrschende Großherzog auch großzügigere Ländereien, welche ihm der Kaiser nun anvertraute. Um die nun neu gewonnene Führungsstärke unter Beweis zu stellen, und auch um sich besser orientieren zu können, errichtete der Großherzog in strikt nördlicher Richtung das große Löwendenkmal. Das rund 60 Meter hohe Denkmal erhob sich fortan von den Hügeln im grünen Wald, etliche Kilometer vom Schloss entfernt – allerdings in schnurgerader Linie, so dass der Großherzog immer sehen konnte wie weit seine Ländereien, zumindest in nördliche Richtung, reichten. Verantwortlich für dieses Monument war der Architekt Paul von Preisser (1688-1755), und die Bauzeit betrug zwei knappe Jahre. Fertig gestellt wurde das prächtige Denkmal, wessen Spitze von einem goldenen Löwen geziert wurde, bereits im März 1726.
Während der Großherzog seine Führungsstärke unter Beweis stellte, wuchsen auch die religiösen Bedürfnisse der Zivilbevölkerung. Bereits in der Amtszeit von Papst Innozenz XIII (1721-1724) wünschte sich die katholische Bevölkerung, welche nun schon auf 3000 Einwohner angewachsen war, nichts sehnlicher als eine Kirche. Auch diesen Wunsch konnte der Großherzog nicht verneinen, so dass der Selbe Architekt (Paul von Preisser) zusammen mit dem sagenumwobenen Ingenieur Klaus von Vollemer (1696-1735), mit dem Bau einer Kirche beauftragt wurde. Das Ergebnis lies und lässt sich noch immer sehen: Eine fantastische Domkirche im, überraschenden, spätgotischen Stil. Obwohl man seit Mitte des 16. Jahrhunderts nicht mehr im gotischen Stil baut, ließen sich die beiden Experten nichts vormachen, und versuchten mit ihrem einzigartigen Versuch ein frühzeitiges architektonisches Revival der Gotik in Europa auszulösen.



Die Jahre 1730 – 1805:

Überraschend im Herbst 1730 zieht sich Großherzog Frederik Löwenstein II von seinen Geschäften zurück, und überlässt somit seinem Bruder Gerrit Löwenstein I seinen Posten.

Durch die Fertigstellung der Knuffinger Kirche im Jahre 1730 wuchs das Ansehen der Region weiter, und bereits im Folgejahr konnte sich Knuffingen über seine Stadternennung freuen; denn die einstig bäuerliche Bevölkerung hatte sich inzwischen zu einem bürgerlichen Dasein gemausert. Dieses Dasein wollte gut organisiert sein, von daher ernannte der frischgebackene neue Großherzog feierlich den ersten Bürgermeister der Stadt, seinen langjährigen treuen Weggefährten Stephan Hertzenburg. Stephan Hertzenburg, der Sohn eines im weit entfernten Hamburg lebenden und wohlhabenden Kaufmannes, war schon lange Zeit ein enger vertrauter der Löwensteins. Durch ihn sollte Knuffingen nicht nur ein schönes Fleckchen Erde inmitten des Wunderländischen Hochgebirges, sondern auch ein zentraler Umschlagsplatz für die Güter aus der Region werden. Schon lange boten Reisende und Händler, hauptsächlich aus Oberwassen und Bad Klosterberg, ihre Waren an die Knuffinger Bevölkerung an; immer in der Hoffnung, den einen oder anderen Taler ergattern zu können. Durch die leider noch herrschende Dezentralisierung des Handels, waren die Türen für einen offenen Markt leider noch verschlossen – also bekam Knuffingen 1732 seinen Marktplatz, welcher im großen Stil dazu beitrug, das Knuffinger Handwerk in der ganzen Region namhaft zu machen.
1732 wurde zugleich das prächtige Knuffinger Rathaus errichtet. Der Wunschkandidat Paul von Preisser war nach dem Bau der Kirche jedoch direkt beim Kaiser tätig, also bekam der bisher unbekannte Architekt Erhard Baltruschenberg seine Chance dem Großherzog und der Stadt Knuffingen sein Können zu präsentieren. Baltruschenberg, nur bekannt dafür im weit entfernten Hermannsdorf die Stallungen für die fürstlichen Pferde errichtet zu haben, hatte ebenfalls die Gelegenheit mit dem Ingenieur Klaus von Vollemer dieses Werk anzugehen. Geprägt von der frühen Renaissance, stand das Rathaus um 1737 fertig – allerdings nicht ohne Probleme. Durch einen Brand auf der Baustelle, des fast fertig gestellten Bauwerks im Jahre 1735, wurde die rechte Hälfte des Rathauses komplett zerstört – durch ein schnelles eingreifen der Bevölkerung konnte der Brand jedoch, mit der Hilfe von vielen Eimern und einer Menschenkette zum Eile-Seitenkanal, schnell wieder unter Kontrolle gebracht werden. Durch die Fertigstellung des Rathauses setzte Knuffingen einen Meilenstein in seiner Stadtgeschichte. Zusammen mit der Residenz des Großherzogs symbolisierte das Rathaus fortan den Hauptsitz der Region.

Die reichhaltigen Erzvorkommen im Nordosten der Stadt erwiesen sich des Weiteren als absoluter Exportschlager, und der Handel boomte. Bereits 1740 wurden die Wege in der Gegend optimiert, welches die Beförderung der Güter beschleunigte. 1740 war auch in anderer Hinsicht ein ereignisreiches Jahr für Knuffingen. Auf Wunsch, und durch die Initiative des Großherzogs, gründete der ortsansässige Kaufmann Burkhard Gastons die wohl erfolgreichste Knuffinger Tradition: Die Brauerei des Knuffinger Urbräus. Nahe am Schloss und Steinbruch gelegen, versorgte die Brauerei traditionsgemäß, auch bis heute noch, den Hof des Knuffinger Großherzog mit dem allseits beliebten Urbräu. Burkhard Gastons, der alle male sein Handwerk beherrschte schuf mit seiner Initiative zur Tradition, ein wahres Stück Knuffingen, welches bis heute noch in alle Welt exportiert wird.


Die von Burkhard Gastons gegründete Brauerei des Knuffinger Urbräus. Frühe Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts.





1746 bekam Knuffingen, wessen Bevölkerung nun schon auf über 15.000 angewachsen war, seine erste Stadtwache.

Durch die drohende Revolution im nahe gelegenen Frankreich, und dem wachsenden Nationalitätsbewusstsein in der Knuffinger Region und dessen Umland im Jahre 1798 war es von immenser Bedeutung die Stadt auf all erdenkliche Weise zu schützen. Man hatte schließlich gesehen, wie aufbrodelnd die Gemüter der Bevölkerung in dieser Zeit sein konnten.

Unterstützt von der Leibgarde des Großherzogs, nahmen die tapferen Männer am 1. Februar 1746 der Stadtwache ihre Arbeit auf. Die Stadtwache an sich, ein prächtiger Bau bestehend aus einer Halle im Eingangsbereich, und mit seitlichen Erkern an den Ecken die Türmen ähneln, schaffte der Architekt P.O. La zu Faller ein imposantes Bauwerk inmitten der historischen Altstadt von Knuffingen.

Erhard der Baltruschker schrieb in seinen Erzählungen aus der Zeit, „Ein Knuffinger kommt selten allein, 1780“, dass:

„…Es war Nacht. Doch immer auf der wacht waren die Männer der Knuffinger Stadtwacht. Sie saßen dort oben in der Höh’, in ihren Türmen hoch, töröh, und beobachteten die Stadt von nah und fern, so dass jeder sicher war, im Knuffinger Kern…“

Die Erzählungen geben uns heute einen Einblick davon, dass die Männer der Stadtwacht die Türme dazu genutzt haben, um die Stadt in alle Himmelsrichtungen observieren zu können.

Besonders bemerkenswert bei dem alten Bau ist jedoch, dass wir ihn noch heute – wenn auch in modernisierter Fassung – noch im Knuffinger Stadtbild entdecken können. Von dort aus starten noch heute alle Einsatzfahrten der Knuffinger Polizei.





Napoleonischer Krieg:

1805 – das Desaster war komplett: im Sommer 1805 zogen Napoleons Truppen, auf den Weg ins Österreichische Austerlitz, durch die Gegend; und verwüsteten weite Teile des Knuffinger Umlandes. Der damalig regierende Großherzog Stephan Löwenstein IV und Knuffingens Bürgermeister Frederik von Braun riefen zum Widerstand gegen die Eindringlinge auf. Der von Napoleon eingeführte Code Civil (auch bekannt als Code Napoleon), welcher in den besetzten Staaten angewandt wurde um die Gemüter der Zivilbevölkerung der besetzten Länder zu mildern, erwies sich als denkbar schlechte Idee. Das starke nationalistische Gefühl fand sich nicht nur in der Schweiz und in weiten Teilen des Umlandes wieder, nein, auch die Knuffinger mit ihrem Großherzog ließen Napoleon spüren in wie weit ein wahrer Knuffinger zu seinem Land steht. Der Code Civil lies die nationalistischen Gefühle nur noch größer werden. Der entstandene Widerstand der Knuffinger Region drängten den französischen Herrscher seine Truppen in der Region zu lassen, anstatt sie in Kämpfen anderenorts einzusetzen. Dies machte sich besonders im weit entfernten Russland bemerkbar, in der Schlacht um Smolensk; wo Napoleon zwar erfolgreich war, wo er allerdings ebenfalls enorme Verluste einstecken musste. Im selben Jahr besetze Napoleon zwar noch Moskau, aber angesichts der katastrophalen Versorgungslage seiner Armee musste er notgedrungen den Rückzug nach Westen antreten. Im Frühling 1813 verließen Napoleons Truppen sturmartig die Knuffinger Region, und hinterließen ein verarmtes Knuffingen, was in den letzten 7 Jahren so gut wie keinen großflächigen Handel betreiben konnte. Großherzog Stephan Löwenstein IV lobte in einer großen Kundgebung den furchtlosen Einsatz der Knuffinger gegen die unerwünschten französischen Besatzer. Längst ungewöhnlich für die Zeit, aber einstimmig vom Knuffinger Adel beschlossen, begann Knuffingen im Sommer 1813 mit der Errichtung einer Stadtmauer immensen Ausmaßes um die Stadt für zukünftige Angriffe seinesgleichen besser zu schützen. Während der zweijährigen Bauzeit der Stadtmauer, gründete der selbstlose Knuffinger Gerrit Gerritsen, der auch aktiv am Widerstand gegen die Besatzer engagiert war, den wohl bisher erfolgreichsten Arbeitsplatz der Region: Die Knuffinger Feuerwache. Die Feuerwache, welche im klassischen Stil errichtet wurde, symbolisierte fortan den Mut und das Selbstbewusstsein der Knuffinger mit selbst den größten Katastrophen fertig zu werden. „Gerrit Gerritsens Großartigen Glorreiche Gefährten“, wie sie sich im Volksmund nannten, ernteten Ruhm und Ansehen in der ganzen Region; und es wurde schon fast ein Privileg Knuffinger Feuerwehrmann zu werden. Gekennzeichnet wurde der Beruf durch eine, für damalige Zeiten, aufwändige und harte Ausbildung. Bemerkenswert ist, dass Gerrit Gerritsen seiner Zeit voraus war, und in der Geschichte als unbekannt gilt. Erst kürzlich gefundene Dokumente im „Staatsarchiv für Wunderländische Geschichte“ belegen die Existenz des selbstlosen und mutigen historischen Feuerwehrmannes. Weshalb Gerritsen in der Geschichte untergegangen ist verbleibt ein Rätsel. Er gilt somit als Gründer der ersten deutschen Feuerwehr die in Knuffingen ihren Sitz hat. Die allgemeine Geschichte hingegen berichtet, dass die erste deutsche Berufsfeuerwehr Mitte des 19. Jahrhunderts (1851) in Berlin gegründet wurde – Gerritsen hingegen stand schon 1815 in den Startlöchern.

1842 sollte das nächste ereignisvolle Jahr der Stadt Knuffingen werden. Da der Steinbruch Hartenstein im Laufe der Jahrzehnte weite Teile und tiefe Schluchten um den Schlossberg abgebaut hatte, entschloss der Großherzog zusammen mit dem Stadtrat, dass die Arbeiten im Steinbruch umgehend eingestellt werden sollten. Der Schlossberg ähnelte einem Plateau, der bei weiterem Abbau des beliebten Knuffinger Gesteins, einzustürzen drohte. Ein neuer Steinbruch war von Nöten, ihn zu etablieren erwies sich aber als schwierig, weil, wo sollte man einen bauen? Die Stadt ist ebenfalls im Laufe der Jahrzehnte gediehen, also blieben nur die nördlichen Berge entlang der Stadtgrenze, die allerdings auch lange Transportwege forderten.



Die Eisenbahn (1885 – 1914):

Erst Ende des 19. Jahrhunderts kam es in Knuffingen zum Eisenbahnbau. Lange stritt man von auf Landesebene darüber ob die Nord-Südverbindung aus dem Ruhrgebiet durch das Tal in welches Knuffingen auch liegt, trassiert oder doch eine andere Trassierung die weitaus kürzer war. Doch die Bürger von Knuffingen und auch die Stadtväter wollten Anschluss an die große weite Welt und erhofften sich auch einen wirtschaftlichen Aufschwung, der aufkam überall wo die Eisenbahn verlief. Güter konnten schneller transportiert und Personen kamen schneller an ihr Ziel.
Um ihre Ziele durchzusetzen, wurde eigens ein eigenes Komitee gegründet; die KEG (Knuffinger Eisenbahn-Gesellschaft). Ihr Vorsitzender, Freiherr Frederik von Braun, führte das Komitee mit sehr viel Ehrgeiz und Optimismus. Dies wurde im Jahre 1885 belohnt, wo der erste Spatenstich für die Trassierung für die Strecke gelegt wurde. Vorgesehen war eine vorerst eingleisige Trassierung aus dem Ruhrgebiet mit einem Haltepunkt in Knuffingen mit weiterem Verlauf in Richtung Oberwassen. Für den Eisenbahnbau wurden viele Arbeiter benötigt. Nicht alle kamen aus Knuffingen und Umgebung. Aus vielen anderen Teilen des Landes kamen Arbeiter was auch so manchen Unmut aus der Knuffinger Bevölkerung hervorbrachte. Für sie waren die vielen Tausend Arbeiter Menschen 2. bis 3. Klasse den man so gut wie kein Vertrauen entgegenwirkte. Auch kam es zeitweise zu Unruhen aufgrund von der Lohnfrage. Anstatt der versprochenen 14 – 15 Silbergroschen und vier Pfennige bekam jeder Arbeiter grade mal 11 Silbergroschen zugesprochen. Daraufhin legten am Folgetag, dem 5. August 1889, die Arbeiter ihre Arbeit nieder und verweigerten auch ihren Lohn. Der Verantwortliche Amtsmann Hertzensberg stellte sich der aufgebrachten Menge entgegen um ihre Beschwerden sich anzuhören. Währenddessen wurden weitere Schächte mit Arbeitern aufgelöst die allesamt in Richtung Knuffingen mit Knüppeln und Schüppen zogen. Insgesamt 500 Mann beteiligten sich an dem Aufstand, der nur mithilfe der Kompanie Knuffingen friedlich beendet werden konnte. Hertzensberg versprach den Arbeitern den zu zahlenden Lohn von 14 – 15 Silbergroschen. Danach verlief der Bahnbau bis zur Eröffnung im Jahre 1891 weitgehend ruhig.
Am 1. März 1891 war es dann soweit: der erste Zug fuhr in der neuen Station Knuffingen ein. Die ganze Bevölkerung Knuffingens war auf den Beinen und die Stadt war mit Girlanden und Bändern geschmückt. Das Empfangsgebäude hatte zur damaligen Zeit längst noch nicht die Ausmaße wie heute. Es war vorerst ein zweistöckiges Gebäude mit angebautem Güterbereich zur Verladung und Entgegennahme von Waren und Stückgut. Darüber hinaus befand sich eine Wohnung für den Bahnhofswärter im 1. Stock und im Erdgeschoss neben einem Wartesaal für die 1. Klasse und einem kleineren Warteraum für die 2. Klasse, noch ein Billetschalter. Aufgrund der Tunnelarbeiten hinter Knuffingen ins Gebirge verzögerte sich der dortige Weiterfahrt um mehrere Monate.
Als dann der Streckenabschnitt Knuffingen – Oberwassen eröffnet wurde, stieg der Personen- und Güterverkehr an, so dass die vorhandenen Gleisanlagen erweitert werden mussten.

Beim Ausbau der Eisenbahn bot sich auch eine Stichstrecke um den Stadtkern an. Die Wahl des Streckenverlaufs war auch nicht sonderlich schwierig - die abgebauten Schluchten des alten Steinbruchs Hartenstein boten sich für die Trasse der Strecke förmlich an. Die Strecke wurde angelegt und mit zwei Haltepunkten versehen. Ursprünglich sollte die Strecke direkt an die Hauptgleise anschließen, doch im Rahmen der Erweiterung legte man die Gleise vor das Empfangsgebäude und ließ sie erst in Richtung Gebirge an die Hauptstrecke anschließen. Um den Personenverkehr und den Fuhrwerken weiterhin einen gefahrlose Überquerung der Gleise zu gewährleisten wurde schon früh an einen Bau einer Brücke über die Gleisanlagen nachgedacht. Der Baumeister Gaston von Burkhard entwarf eine, für damalige Zeiten moderne Stahlkonstruktion die mit Nieten verschweißt wurde. In gleicher Form wurde die Brücke, die über die Nesse führt, gebaut. Um die Versorgung der Dampflokomotiven zu gewährleisten wurde daneben auf der gegenüberliegenden Seite der Gleisanlagen ein Betriebswerk mit X-ständigen Lokschuppen, Kohlebeladung und Versorgungskran errichtet. Auch wurde die bisherige Güterverladung mit einem großem Güterschuppen auf jene Seite verlegt. Auch die in Knuffingen ansässige Industrie verlangte nach einem eigenen Gleisanschluss, allen voran die Brauerei „Knuffinger Urbräu“. Für sie war der Transport wirtschaftlicher und schneller als der bisherige Weg über Wasser.
Auch das Empfangsgebäude schien nicht mehr als genügend repräsentativ. Auf der Suche nach einem imposanten Bau, entschied man sich für einen ähnlichen Bau des Bahnhofs „Neustadt a. d. W.“ – welche die Baumeister Herrmann Pola und Fritz Faller geplant und erbaut hatten. Die beiden waren bereit für Knuffingen ein ebensolches repräsentatives Empfangsgebäude im barock-klassizistischen Stil zu planen und zu errichten. Nach 2 Jahren Bauzeit konnte es feierlich im Jahre 1902 eröffnet werden. Neben den Reisenden, die die Bahn als Transportmittel nutzten um zur Arbeit oder schnell von A nach B zu kommen, nutzten immer mehr Sommerfrischler dieses neue Verkehrsmittel. Gerade Knuffingen mit seiner gewachsenen Innenstadt und vor allen Dingen mit dem historischen Schloss und den Parkanlagen war die Attraktion der Besucher, die nun massenhaft mit der Bahn anreisten.



Der 1. Weltkrieg:

Als im Jahre 1914 in Europa der 1. Weltkrieg ausbrach, herrschte allerorts großes Kriegstreiben und Massen von jungen Soldaten traten mit Begeisterung in die Schlacht um für ihr Vaterland zu siegen. In Knuffingen war es nicht anders. Der Bahnhof Knuffingen und die Züge waren mit Girlanden geschmückt und eine feiernde Menge verabschiedete die jungen Soldaten in der Hoffnung sie bald wieder zu sehen. Der Großherzog Frederik der III. ließ es sich nicht nehmen persönlich den Soldaten und deren Angehörigen Gottes Segen und eine starke Hand im Kampf gegen die Feinde auszusprechen, und schon bald setzten sich die feierlich geschmückten Züge in Bewegung.
Am 11. November 1918 wurde ein Waffenstillstand unterzeichnet. Ein Jahr später, am 7. Mai 1919 wurde der Friedensvertrag im Versailler Spiegelsaal unterzeichnet. Er ging als Versailler Vertrag in die Geschichte ein und beendete somit das dunkle Kapitel 1. Weltkrieg.



Ab 1918 – 1933:

Am 9. November 1918 wurde von Phillip Scheidemann die Republik ausgerufen und die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. verkündet. Im Gegensatz zum deutschen Kaiser wurde der Großherzog Frederik von Löwenstein III. nicht verjagt, er durfte weiterhin auf dem Schloss bleiben. Doch seine Macht über Knuffingen und Umgebung wurde ihm abgenommen. Ganz Deutschland litt unter dem „Versailler Vertrag“ – die Menschen hungerten und sahen einer ungewissen Zukunft entgegen. Auch in Knuffingen litt die Bevölkerung, doch verloren sie nicht ihren Mut. Nach einigen entbehrungsreichen Jahren ging es, vor allen durch Kredite aus den USA wirtschaftlich wieder aufwärts. Es soll auch erwähnt sein, dass auch erstmals Frauen die industriellen Arbeitsplätze besetzten. Auch bei der Reichsbahn die ab 1920 das gesamte deutsche Streckennetz übernahm und somit die Länderbahnzeit beendete. Das Personen- und Güterverkehraufkommen nahm schnell wieder die Zahlen auf wie vor dem Krieg. Im Laufe der 1920er ging es vielen Menschen einigermaßen besser und als sie sich dessen besinnten begannen sie kräftig zu feiern. In Knuffingen entstand in der Goethestraße das so genannte „Amüsierviertel“ mit Kneipen und Etablissements wo jederzeit feucht-fröhlich gefeiert wurde und ab und zu die Knuffinger Polizei eingreifen musste. Auch stieg langsam der motorisierte Individualverkehr, wer etwas auf sich hielt hatte nun ein Auto. Die Knuffinger Feuerwehr hatte seinerzeit den modernsten Fuhrpark in der ganzen Gegend und sorgte somit dass es niemals in der Zeit zu großen Katastrophen bei Bränden o.Ä. kam.
Doch die „goldenen Zwanziger“ wie man es später nannte, waren nur eine Seifenblase die irgendwann platzte. Dann geschah der „schwarze Freitag“ – der Börsencrash an der New Yorker Wallstreet. Viele hatten ihren neu erworbenen Reichtum ausschließlich auf Pump gekauft und nun brach alles zusammen wie ein Kartenhaus. Der schwarze Freitag am 29. Oktober 1925, hatte nicht nur Auswirkungen in den USA, bis nach Europa reichten die Folgen. Die Amüsierlokale in der Goethestraße schlossen ebenso schnell wie sie eröffnet hatten, weil die Kundschaft kein Geld mehr hatte. Zudem weil der Großteil außerhalb von Knuffingen anreiste. Dieser Anreiseverkehr und damit die hohen Beförderungszahlen fielen mit einmal weg. Fabriken mussten ihre Arbeiter entlassen, die Arbeitslosigkeit stieg und stieg. Die Bevölkerung litt abermals unter Hunger und Armut, Nährboden für die NSDAP die mit ihren Parolen immer mehr offene Ohren fanden. Auch wenn in Knuffingen die Partei von Hitler nach 1929 höhere Wahlerfolge erzielte, so blieb sie doch bis 1933 meist an nur dritter oder gar vierter Stelle im Stadtrat. Der Großherzog Frederik von Löwenstein III. sah die allgemeine deutsche Entwicklung mit Sorge und warnte die Bevölkerung im Frühjahr 1932 vor den Nationalsozialisten. Doch die Menschen waren enttäuscht, erst die Monarchie am Ende und die Weimarer Republik hatten sich als Trugschluss erwiesen. Adolf Hitler versprach ein besseres Leben für jeden Deutschen, dem schenkten die Menschen mehr Glauben als die Worte vom Großherzog. Doch unterstützte ein kleiner Teil, darunter die fleißigen Feuerwehrmänner, den Großherzog von Löwenstein was am Ende aber auch nichts nützte.

Trotz den traurigen Zeiten soll erwähnt sein, dass es am 3. Oktober 1929 den berühmten deutschen Dramatiker Bertolt Brecht für ein Jahr nach Knuffingen zog, wo er das Stück „Wer hat denn das Kind mit dem Hammer geweckt“ geschrieben, und uraufgeführt hatte. Das Stück gilt als vergessen, obwohl es in der damaligen Zeit ein wahrer Schlager war.

Im Jahre 1932 entschied man sich zu allem Überfluss, trotz massiver Proteste der Knuffinger Bevölkerung und des Großherzogs, den nun über 300 Jahre alten goldenen Löwen des Löwendenkmals mit einem Adler zu ersetzen. Der goldene Löwe gilt bis in die heutige Zeit als verschollen.

„300 Jahre Schloss Löwenstein“. Am 28. April 1924 entstand diese Aufnahme, anlässlich dem 300-jährigen bestehen des prächtigen Schlosses.





Die Jahre 1933 – 1939:

Auch wenn das Nationalitätsbewusstsein der Knuffinger hoch war, war man bei der Machtergreifung Adolf Hitlers 1933 geteilter Meinung. Die durch Arbeitslosigkeit geprägte und verarmte Knuffinger Bevölkerung, machte sich nun Hoffnungen auf ein besseres Leben. Mit der Machtergreifung von Hitlers Partei, der NSDAP, wurde auch die bekannte Kreisgruppe, die „Knuffinger Volkswohlfahrt“, ins Leben gerufen und war eine beliebte Anlaufstelle für junge Knuffinger Männer um sich gemeinsam gegen die Armut zu organisieren.
1935 gelang der Bau der wunderländischen Autobahn an Knuffingen. Jeder arbeitsfähiger Mann der Region bekam nun die Gelegenheit sich am Bau auf staatlicher Ebene zu beteiligen. Frauen, und arbeitsunfähige Männer kamen in den administrativen Bereich. Noch unwissend von den bevorstehenden Ereignissen, empfang die jubelnde Knuffinger Menge den Reichskanzler an einem kühlen Januartag im Jahre 1938, als er auf Visite in der Region war. Nur 2 Monate später feierte Deutschland den Anschluss des nahe gelegenen Österreichs an das deutsche Reich. Auch wenn der Großherzog dem Reichskanzler und dem Knuffinger Gauleiter der SS nur unterstellt war, durfte dieser seine Region fast uneingeschränkt weiterregieren – auch wenn dieser der NSDAP in keiner Weise angehörte. Ein taktisch kluger Schritt der Partei, da es bekannt war wie sehr die Knuffinger Region ihrem Großherzog verbunden war. Die fleißige Knuffinger Bevölkerung war somit leichter zu kontrollieren…! Auch mit dem Bau einer Emailenwarenfabrik Anfang 1939 durch den führenden Wunderländischen Industriellen Paul Preiserle schien die Zukunft nur viel versprechend zu werden. Nur wenige Knuffinger haben zum jetzigen Zeitpunkt die wahren Pläne des Reichskanzlers durchschaut.



Der 2. Weltkrieg:

01.09.1939: wie ein Schock kam die Nachricht in Knuffingen an, Hitler verkündet vom Reichstag in Berlin den Kriegsbeginn. Die Knuffinger Region, welche sich zurzeit in der Blüte befand, war von der Nachricht schockiert. Man hatte gerade erst einen Krieg gehabt, und umso unnützer schien der Zweite, vor allen Dingen, weil der Knuffinger Export nun wieder gewaltig leiden werden würde. Großherzog Frederik Löwenstein III rief vom Schloss zum durchhalten auf, und versicherte alles menschlich Mögliche zu machen um die Region vor dem Krieg zu schützen. Bereits Anfang 1940 zog der SS Gruppenführer für die Knuffinger Region die gesamte SS-Besatzung aus der Stadt um sie nahe der Front einzusetzen – daraufhin herrschte in der Region die sprichwörtliche Stille vor dem Sturm. Durch die südliche geographische Lage der Stadt, schien der Krieg und somit die Sorgen weit entfernt, und die Knuffinger genossen ein ruhiges Leben. Das entstandene Exportloch wurde durch die geschickte Ansiedlung der Rüstungsindustrie ersetzt, welche besonders ab Herbst 1941 die deutsche Wehrmacht an der Ostfront versorgte. Täglich verließen lange Güterzüge den Knuffinger Hauptbahnhof, und erneut erlebte Knuffingen einen wirtschaftlichen Aufschwung; allerdings mit bitterem Beigeschmack. Trotz der fleißigen Rüstungsproduktion und dem wirtschaftlichen Aufschwung, wuchs im Untergrund auch der Widerstand gegen Hitler. Heimlich wurde die Produktion sabotiert, und der Großherzog stellte erneut seine Volksnähe unter Beweis, in dem er den zuständigen Knuffinger Gauleiter und den SS Gruppenführer regelmäßig von dem eigenen Vermögen bestach. Es sollte um alles in der Welt verhindert werden, dass man in Berlin von der geheimen Sabotage erfuhr. Durch die Bestechungsgelder ließen die zuständigen Reichsleiter bewusst die minderwertige und sabotierte Produktion an die Front schicken, ohne je zu erwähnen, dass es sich um die Knuffinger Produktion handelt. Ganz im Gegenteil, im Frühling 1943 besuchte Hitler die Stadt erneut, um ihr seine allerhöchste Anerkennung für den Fleiß in der Rüstungsindustrie auszudrücken.
Zur selben Zeit zeichneten sich an der Front die ersten Bilder der deutschen Niederlage - der Kessel von Stalingrad. Tausende deutsche Soldaten waren in der sowjetischen Metropole gefangen, und konnten nicht entkommen – die Ostfront rückte fortan Richtung Westen, und der Krieg kam auch Knuffingen immer näher. Deutschlands Verbündete, Japan, hatten einige Monate zuvor im Pazifik eine Niederlage nach der anderen einstecken müssen, und die Vereinigten Staaten von Amerika hatten immer größere Kapazitäten auch in Europa aktiv Krieg zu führen. Hitler, der immer noch auf einen japanischen Angriff auf England hoffte um diese in einen Zweifrontenkrieg zu verwickeln, erfüllte sich nie. In Knuffingen herrschte Ungewissheit, und man fuhr zunächst mit der Sabotage der eigenen Produktion fort. Der rasche Abzug der bestochenen Reichsleiter aus der Region, ließ auf friedliche Zeiten hoffen. Großherzog Frederik Löwenstein III betonte öffentlich, dass das Knuffinger Engagement für den nun ausgerufenen „Totalen Krieg“ nicht nachlassen dürfe – unter dem Tisch veröffentlichte er jedoch einen geheimen schriftlichen Aufruf, das der totale Krieg in Knuffingen nie ernst genommen werden dürfe, und dass man weiterhin alles überhaupt nur Mögliche tun sollte, um den Krieg schnellstmöglich zu beenden. Nur wenige Wochen später erfuhr man in der Reichshauptstadt von dem „verräterischen“ Verhalten des Knuffinger Großherzogs, und er wurde nun offiziell von der Gestapo verfolgt, und musste untertauchen. Das Schloss wurde mehrere Male im Laufe des Jahres ’43 gestürmt und durchsucht, ohne dass man den Großherzog dort antraf. Heute wissen wir von einer versteckten kleineren Bunkeranlage unter einem der Labyrinthe des Schlossgartens. Der Großherzog hatte Knuffingen nie verlassen, und wurde von den treuen Knuffinger Feuerwehrmännern, verkleidet als Schlossgärtner, insgeheim versorgt. Der Stadt selber konnte Hitler nichts anhängen – diese fuhren ihre fleißige „Produktion“ weiterhin fort, und erfreuten den Kriegsgeschwächten Führer. Erneut sprach er seine allerhöchste Anerkennung der Stadt gegenüber aus, und wünschte öffentlich, dass doch jede deutsche Stadt genauso fleißig sein sollte wie Knuffingen…! Im Frühsommer 1944 begannen die ersten Bombardements deutscher Städte durch die alliierten Streitkräfte. Am 7. Oktober 1944, um 21:27 heulte der Knuffinger Luftalarm zum ersten Mal, und amerikanische Flugzeuge überflogen die Stadt. An diesem Abend wurde dem Knuffinger Bürger ein für alle Male deutlich wie nahe der Krieg doch eigentlich ist. Unwissend von den Heldentaten der Stadt, fielen nur einen Tag später, am 8. Oktober 1944 um 21:54, die ersten Bomben auf die Stadt – das Desaster war komplett.
Völlig unvorbereitet auf den Bombenkrieg wurden noch in derselben Nacht große Teile des Knuffinger Stadtkerns zerstört, und die Bevölkerung suchte Schutz in Kellern, und dem Löwensteiner Tunnel, da nie Luftschutzräume in der Stadt gebaut wurden. Die entstandene Feuersbrunst konnte von den Knuffinger Feuerwehrleuten schnell unter Kontrolle gebracht werden. Die Angriffe auf die Stadt waren eher sporadisch - die alliierten Flugzeuge steuerten eher die größeren süddeutschen Städte an.



Die Nachkriegszeit 1945 – 1949:

Am 8. Mai 1945 kapitulierte Deutschland und die vier Siegermächte USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion besetzten das besiegte Land. In Knuffingen war der Krieg schon etwas eher vorbei. Schon im März 1945 marschierten amerikanische Truppen ein und besetzten die Stadt. Der Widerstand war nicht der Rede wert, eher begrüßte die Bevölkerung mit Jubel ihre Befreier. Auch wenn nun doch eine recht harte Zeit für Knuffingen anbrach. Der Großherzog Frederik III. wurde von den Alliierten aus dem Schloss Löwenstein vertrieben weil sie es als ihr Hauptquartier in Beschlag nahmen. Von da an waren das Schloss und der dazugehörige Park für Sperrgebiet und für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich. Durch das Bombardement war Knuffingen wie viele andere deutsche Städte zerstört. Wenn auch nicht in dem extremen Maße. Auch wenn Bahnhöfe strategisch wichtige Punkte im Krieg waren und von daher von den Alliierten Bombenfliegern sehr häufig als Ziel galten welches zerstört werden musste, blieben die Gleisanlagen von Knuffingen überraschend weitestgehend davon verschont. Die Alliierten wussten diesen Vorzug zu Nutzen, ein Großteil der Soldaten und Fahrzeugen wurde per Bahn nach Knuffingen transportiert und dort stationiert.
Mit der Zeit arrangierten sich die Bürger mit ihren Besatzern, doch der Hungerwinter 1945/46 war dann doch eine harte und entbehrungsreiche Zeit. Erst mit dem Marshallplan und der Einführung der D-Mark in den Westsektoren besserte sich ganz allmählich die Situation. Und mit der Gründung der Bundesrepublik im Mai 1949 wurden die Weichen für eine neue Zukunft gestellt. Die zerstörte Innenstadt wurde weitestgehend wie vor dem Krieg aufgebaut, was damals schon weitsichtig war. Der Großherzog Frederik III. konnte im gleichen Jahr in sein Schloss zurückkehren, nach dem er nach 1945 ins Exil gehen musste. Die alliierten Streitkräfte gaben ihr Hauptquartier in Schloss Löwenstein im Sommer 1949 auf und gaben ihn somit auch wieder für die Bevölkerung frei. Frederik III. dankte seinen Bürgern für ihr Durchhalten und sprach von „der neuen Zeit“ die nun anbrechen würde - Wohlstand und Arbeit für jeden. So sprach er auf einer historischen Kundgebung auf dem Schlossplatz Löwenstein nach dem Abzug der Alliierten Truppen. Der Wiederaufbau stand an erster Stelle sowie Schaffung eines wichtigen Wirtschaftspunktes in der Region. Die Brauerei „Knuffinger Urbräu“ exportierte bald schon wieder ihr Bier bis ins Ausland und auch die anderen Gewerbe profitieren im Laufe der Folgejahre vom „Wirtschaftswunder“.

Historisch musste die Stadt Knuffingen aber einen enormen Verlust hinnehmen. Durch die Bombardements wurde die historische Stadtmauer, die 1813 errichtet wurde, grob beschädigt. Die Folge war, dass große Teile der Mauer geebnet wurden.

Dank der „Geschichte für Knuffingen e.V.“, wurden markante Stellen der Mauer aber auch für die Nachwelt erhalten. U.A. das einst so prächtige Stadttor…



Die Zeit von 1950 – 1970:

Nicht nur in Deutschland, auch in Knuffingen ging es in den 1950ern langsam wieder aufwärts. Die Kriegsschäden waren schon größtenteils unter der amerikanischen Besatzung beseitigt worden, nun ging es darum wieder für Wohlstand und Arbeit zu sorgen. Durch die Wirtschafts- und Währungsunion profitierte besonders die Wirtschaft so dass in Knuffingen der Wohlstand, wenn auch langsam, wieder Einzug erhielt. Nach Abzug der Alliierten war das Schloss Löwenstein wieder der Anziehungspunkt für Sonntagsausflüge und Touristen die größtenteils mit der, 1950 gegründeten, Bundesbahn anreisten.
Doch machte sich langsam aber sicher der Individualverkehr in Knuffingen sich bemerkbar. Während man vor dem Krieg noch gefahrlos die Straßen überqueren konnte, musste man zum Ende der 1950er schon sehr aufpassen da der Autoverkehr stark zunahm. Dies führte recht schnell zu großen Problemen, da es verkehrsgerechte Übergänge oder Ampeln es in Knuffingen so gut wie noch nicht gab und auch die Straßen waren zum größten Teil für den wachsenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Im Knuffinger Stadtrat appellierte daher der Abgeordnete Gerrit von Braun für den Ausbau der wichtigsten Straßen für einen reibungslosen Verkehrsfluss. Das beinhaltete einmal den Ausbau der beiden Kreuzungen und den Bau einer Unterführung unter den Bahngleisen mit einem weiteren Zubringer zur Autobahn. Am 1. Februar 1960 vollzog der damalige Bürgermeister Stephan Hertzhausen den ersten Spatenstich und schuf den Begriff nach einer „autogerechten Stadt“. Viele andere Städte sollten mit mehr oder minder negativen Folgen diesem Beispiel folgen. Um die Unfallgefahr weitestgehend zu vermeiden wurden zusätzlich an den beiden Kreuzungen Ampeln installiert die auch den Fußgängern eine gefahrlose Überquerung der Straße ermöglichten.
Während der Individualverkehr wuchs, gingen die Fahrgastzahlen gerade bei der Nebenstrecke nach Hartenstein sehr stark zurück. Man nutzte lieber das Auto als mit der Bahn in Vorkriegswaggons durch die Gegend zu zuckeln. Lange war diese Strecke stilllegungsgefährdet. Dagegen verzeichnete der Bahnhof Knuffingen eine erhöhte Zahl an Zugpaaren, auch der Güterverkehr war beachtlich. Doch trotz Ausbau und Verbesserung des Verkehrsnetzes wurde die Belastung durch die Vielzahl an Fahrzeugen die tagtäglich Knuffingen durchfuhren immer größer. So entschied man sich Mitte der 1960er ein modernes Bussystem einzuführen das im Takt mit der Bundesbahn verlief. Direkt am Hauptbahnhof Knuffingen entstand ein moderner Busbahnhof wo die Busse die ankommenden Reisen in jeden Teil von Knuffingen bringen konnten. Auch Reisebusse die das Schloss Löwenstein ansteuerten, konnten ab nun hier halten.
Im Jahre 1968 gingen viele Studenten auf die Straße um für Frieden und Freiheit zu demonstrieren und gegen die Notstandsgesetze die der Bundestag damals beschließen wollte, zu protestieren. „Make love, not war“ war ihr Motto – in den USA entstand der so genannte „Hippie-Kult. Auch die Stadt Knuffingen blieb davon nicht unberührt. Im Sommer der Liebe, 1969 fand außerhalb von Knuffingen, in der Nähe von Unterwassen auf einer großen Wiese ein großes Rockfestival statt wo auch Rocklegende Jimi Hendrix auftrat. Es war zwar kein Vergleich zu dem historischen Woodstock, aber dennoch zog es Tausende von jungen Menschen dahin um drei Tage dort zu feiern.



Die Zeit von 1970 – 1984:

Schon Ende der 1960er ging in vielen Teilen die Dampflokära zu Ende und Diesel- und Elektroloks übernahmen deren Dienst. Die Elektrifizierung der großen Strecken war somit auch das Hauptziel der Bundesbahn, diese machte auch in Knuffingen nicht Halt. Im Frühjahr 1970 fuhren die letzten Dampfloks in Knuffingen schon unter Fahrdraht. Die Nebenstrecke Knuffingen – Hartenstein galt als Nebenbahn wo sich eine Elektrifizierung nicht lohnte. Neben Triebwagen kamen da noch am meisten mit Dampfloks bespannte Züge zum Einsatz. Im selben Jahr stellte die Deutsche Bundesbahn die neue und schnellere Zugverbindung vor: den InterCity. Auch Knuffingen konnte schon sehr bald als IC-Halt davon profitieren, waren anfangs nur ein IC-Paar täglich, stieg es Ende der 1970er auf acht Paare. Da war klar dass man für die Dampfrösser sehr schnell keine Verwendung mehr hatte. Am 8. Mai 1974 fuhr die letzte Dampflok in Knuffingen ein im Rahmen einer Sonderfahrt „Abschied von der Schiene“. Viele Knuffinger nutzten diese Gelegenheit um sich mit der Sonderfahrt die bis nach Oberwassen führte, sich von der Dampflokära endgültig zu verabschieden.
Lange Zeit deckten kleine Läden und der wöchentliche Markt den täglichen Lebensbedarf für die Knuffinger Bürger, doch dies reichte bald nicht mehr aus. Es fehlte ein Supermarkt wo ein größeres Warensortiment angeboten werden kann. So lange fuhren die Knuffinger Bürger, was es nicht in Knuffingen selbst gab, in die Nachbarstädte. Ein Zustand den der Rat nicht länger hinnehmen wollte. Eine größere Fläche hinter der Innenstadt und Feuerwache lag schon länger brach und dies schien der geeignete Ort für ein „Einkaufszentrum“ zu sein. Es sollte somit nicht nur ein Supermarkt, sondern gleich ein Einkaufsparadies entstehen mit eigenem Parkhaus um auch Kunden von auswärts anzuziehen. Als im Sommer 1976 die Pläne vorgestellt wurden, regte sich großer Protest in der Bevölkerung. Mit Plakaten und Demonstrationen protestierten sie gegen dieses Monstrum im Stadtkern. Erstaunlich schnell lenkte der Stadtrat ein und fand neben dem Busbahnhof am Bahnhof eine genauso gut geeignete Fläche. Nach gut zweijähriger Bauzeit konnte im Jahre 1979 das „Einkaufsparadies Knuffingen“ vom 1. Bürgermeister eröffnet werden. Der für damalige Verhältnisse moderne Bau besitzt mehrere, achteckige Elemente die aneinandergesetzt und mit einer großzügigen Terrassen auf zwei Ebenen versehen wurde. Daneben entstand das Parkhaus das wie viele 1970er- Zweckbauten aussah.
Auf der ursprünglich geplanten Fläche wurde drei Jahre später, im Jahr 1982, der „Knuffinger Tier- und Erlebnispark“ eröffnet. Das Konzept ist eine Mischung aus Tier- und Abenteuerpark, es gibt Tiere z.T. in Gehegen und für die Kinder einen Spielplatz. Daneben ein kleiner See mit zwei großen Palmen die extra für die klimatischen Verhältnisse gezüchtet wurden. Der Eingang des Parks ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Es handelt sich um das alte Stadttor, welches als Teil des Schutzwalles um 1813 errichtet wurde. Schnell wurde der Park über die Grenzen von Knuffingen bekannt und Busse bringen Tagesgäste von weit her. Neben dem Schloss Löwenstein ist mit dem Park eine weitere Attraktion dazu gekommen.

Am 1. Januar 1984 war es dann endgültig Geschichte, das Betriebswerk Knuffingen wurde aufgelöst. Einige Eisenbahn-Enthusiasten konnten wenigstens verhindern dass die Drehscheibe und der Lokschuppen abgerissen bzw. dem Verfall preisgegeben wurden. Die daneben ansässige Spedition blieb zum Glück von Gütern „von Schiene auf Straße“ verschont. Doch bis zum heutigen Tag steht das alte Betriebswerk noch nicht unter Denkmalschutz obwohl es Eisenbahnfreunde und Denkmalschützer schon seit Jahren fordern.



Die Zeit von 1985 – 1999:

Das Jahr 1985 war ein ganz besonderes Jahr für die Eisenbahn: 150 Jahre deutsche Eisenbahn(!) welches auch in Knuffingen kräftig gefeiert wurde. Nach vielen Jahren, fuhren auch wieder Dampflok bespannte Sonderzüge in den Bahnhof Knuffingen ein, nachdem die DB das Rauchverbot, welches ab 1977 galt, in Teilen wieder aufhob. Neben vielen historischen Fahrzeugen die größtenteils auch am wichtigen Knotenpunkt Knuffingen hielten, präsentierte sich auch die moderne Bahn. Neben der BR 120 wurde exklusiv der Prototyp des ICE = Inter City Experimental vorgestellt. Durch den in den Jahren wachsenden Zugverkehr hatte sich Knuffingen seit Bahnbau 1891 zu einem wichtigen Knotenpunkt entwickelt wo Fernzüge halten und in Richtung Alpen oder Ruhrgebiet weiterfahren. Aber auch Nebenstrecken, wie nach Unterwassen oder die Stichstrecke nach Bergheim werden allesamt von Knuffingen aus bedient. Neben Sonderfahrten war rundherum vom Bahnhof volles Programm. Modellbahnbörsen, Ausstellungen rund um die Geschichte der Bahn, Live-Musik und vieles mehr machten das Jubiläum zu einem unvergesslichen Erlebnis für ganz Knuffingen. Und schon damals kursierten Gerüchte das eine Schnellfahrstrecke von Knuffingen in Richtung Harz geplant sei. Doch nie gab es offizielle Bestätigungen. Bis zum Jahr 1989. Der Mauerfall und die damit verbundene Öffnung des eisernen Vorhangs bescherte neue Möglichkeiten im Fernverkehr. Ein Jahr später, im Jahr der deutschen Wiedervereinigung, wurde am 1. Juli 1990 im Knuffinger Rathaus die neue Schnellfahrstrecke von Vertretern der Bundesbahn, Stadtrat und Vertretern aus Politik der Öffentlichkeit präsentiert. Sie sollte schon in Knuffingen beginnen und über eine eigene Brücke über die Nesse führen und dann auf der für sie vorgesehenen Trasse gen Norden führen. Noch im selben Jahr fand der Spatenstich statt und der Bau konnte beginnen. Die Brückenkonstruktion über die Nesse war eine sehr moderne Konstruktion die der Köhlbrandbrücke in Hamburg nicht unähnlich sieht. Sie ist auch an Stahlseilen gespannt, besitzt aber nur ein Pylon. Im Jahre 1994, Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn haben sich zur DB AG formiert, konnte die Hochgeschwindigkeitsstrecke eröffnet werden. Somit wurde Knuffingen neben IC-Halt nun auch noch ICE-Halt und war noch näher an die große weite Welt verbunden. Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke nutzen nicht nur ICEs, Intercity oder auch Eurocity sind auf dieser Strecke zu beobachten. Die Züge erreichen auf dieser Strecke eine Höchstgeschwindigkeit von fast 280 km/h.



Die Zeit von 2000 – heute:

Im August 2000 besuchte der Kaufmann Frederik Braun aus Hamburg die Stadt Knuffingen und war begeistert. Er war auf dem Rückweg von seinem Urlaub aus der Schweiz wo ihm in einen Züricher Modellbahnladen die Idee für das „Miniatur-Wunderland“ gekommen ist. Als er nun Knuffingen erblickte war Braun klar: so eine Stadt muss auf jeden Fall dargestellt werden. Noch im gleichen Jahr besuchte sein Zwillingsbruder Gerrit Knuffingen. Als alter Feuerwehrfan war er ganz besonders von der Knuffinger Feuerwehr und ihren vielen Einsätzen begeistert. Als gelernter Informatiker entwickelte er für Knuffingen ein neues Steuersystem für den Straßenverkehr. Gerade die Feuerwehreinsätze sollten computergesteuert ablaufen um noch effektiver und schneller die Einsätze durchführen zu können. Über all in Knuffingens Straßen wurden Kontakte eingelassen die Fahrzeugsbewegungen registrierten und an den Hauptcomputer weiterleiten sollten. Somit halten die Autos automatisch an, wenn die Feuerwehr einen Einsatz hat oder leitet sie dementsprechend um. Das schwere LKWs sich durch die engen Straßen von Knuffingen zwängten gehörte somit ebenfalls der Vergangenheit an. Nach fast einem Jahr Entwicklungsarbeit konnte am 16.08.2001, zeitgleich mit Eröffnung des Miniatur-Wunderland in Hamburg das neue System vorgestellt werden. Als Dank wurde Gerrit Braun Chef von der Knuffinger Feuerwehr, der diese Ehrung sehr gerne entgegennahm. Nach und nach wurden alle angemeldeten Fahrzeuge in Knuffingen mit dem erforderlichen Mikrochip ausgestattet die dieses System verstehen und umsetzen konnten.
Trotzdem kam es immer wieder vor das es doch einige Raser gab. Dem wurde mit zwei Radarfallen an den Auswärtsstraßen Abhilfe geschaffen. Darüber hinaus winkt die Knuffinger Polizei die Raser regelmäßig raus um die Fahrer zu ermahnen. Im Jahre 2003 wurde dann noch eine mobile Geschwindigkeitsanzeige unterhalb vom Schlossberg angebracht. Und Knuffingen war die erste Stadt die das neue Mautsystem auf dem Autobahnteilstück Knuffingen-Nord – Knuffingen- Süd erfolgreich einsetzte. Seit dem „Monat“ 2005 läuft dort das System einwandfrei.
Das Knuffingen im Miniatur-Wunderland entwickelte sich ebenso zu einem absoluten Publikumsliebling bei den Besuchern. Vielleicht weil dort das Faller-Carsystem, welches Gerrit Braun mit eigener Steuerungstechnik erweitert und optimiert hat, zum Einsatz kommt. Dies führte auch dazu dass die Besucherzahlen in Knuffingen selbst nach Eröffnung vom Wunderland in Hamburg rapide an stieg. Und im Jahre 2005 war es dann soweit: die Stadt Knuffingen präsentiert sich endlich mit einer eigenen Website im Internet. Unter www.knuffingen.de erfährt man alles über diese Stadt. Ob Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen oder die besondere Steuerungstechnik, selbst ein Gästebuch für die User gibt es…

Heute profitiert die Stadt von enormen Tourismuseinnahmen, welche die Stadt und ihre Umgebung zu tausenden tagtäglich besuchen. Mit diesen Worten soll die Erzählung einer Stadt, die sich von einem Kloster zu einem malerischen Städtchen über die Jahrhunderte entwickelt hat, enden.

Knuffingen, im April 2010




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